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 Unser Wald 

Waldpflege
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Waldbau/Waldpflege

Seit dem Jahr 2019 werden die Waldungen des Forstbetriebes nach dem Dauerwaldprinzip bewirtschaftet. 

Im Dauerwald kommen sowohl kleine, als auch grosse Bäume auf derselben Fläche vor. Bei der Bewirtschaftung orientieren wir uns an den natürlichen Abläufen. Es wird vorwiegend mit Naturverjüngung gearbeitet. Nur wo von uns gewünscht, werden Baumarten in Form von Pflanzungen eingebracht. Dies insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und seine Folgen für die Natur.

Im Dauerwald werden Räumungen und Kahlschläge auf ein Minimum reduziert. Bäume werden einzelstammweise oder in kleinen Gruppen gefällt. In diesen entstehenden Lichtschächten kann die zukünftige Baumgeneration heranwachsen. Es werden möglichst feine Eingriffe getätigt. All diese Massnahmen sollen dazu führen, dass bei der Holznutzung bestmöglich auf das komplexe Ökosystem Wald Rücksicht genommen werden kann. Zudem ist der Wald gegenüber Extremereignissen resistenter und wir können dem Waldbesucher ein schönes Waldbild bieten. 

Waldfunktionen
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Waldfunktionen

Die Waldungen im Forstrevier Birretholz dienen nicht nur der Holzgewinnung. Sie erfüllen eine wichtige Funktion als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, dienen als Erholungsraum für die Bevölkerung und schützen die Menschen vor Naturereignissen. 

Nutzfunktion
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Nutzfunktion

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch den Wald als Lieferanten von natürlich nachwachsenden Rohstoffen. Früher standen neben der Brennholz- und Bauholznutzung weitere wichtige Ressourcen wie z.B. Laubstreu für die Stallungen der Tiere, Futter für die Tierhaltung oder Wildfleisch im Zentrum. Heute nutzen wir den Wald vor allem als Holzlieferanten. Sei dies als Bauholz für Balken und Bretter, als Industrieholz für Papier und Holzplatten oder als Energieholz in Form von Hackschnitzel und Pellets. Insbesondere der Absatz von Energieholz stieg in den vergangenen Jahren stark an. Die Verbrennung von Holz ist, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, CO2-neutral (die nachwachsenden Bäume binden das CO2, welches bei der Verbrennung der genutzten Bäume entsteht). 

Nicht zu vergessen sind die wichtigen "unsichtbaren" Waldleistungen. Dazu gehört die Filterung des Regenwassers, welches als Trinkwasser verwendet werden kann und das Herausfiltern von Schadstoffen aus der Luft. Als "Klimaanlage" hat der Wald eine weitere Funktion. An heissen Sommertagen ist es im Wald merklich kühler als auf freien Flächen oder in Wohngebieten.  

Holz für SchnitzelheizungC02-neutrale Wärme für eine Schnitzelheizung in Mägenwil

Erholungsfunktion
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echte Schlüsselblumenechte Schlüsselblumen

Erholungsfunktion

Die Wälder im Einzugsgebiet des Forstbetriebes sind ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Vom familiären "Brötle" über das Spazieren bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie Joggen oder Biken ist fast alles möglich. Als Waldbesucher darf man dabei nie vergessen, dass der Wald jemandem gehört und man sich in einem Lebensraum aufhält, in welchem viele Tier- und Pflanzenarten zuhause sind. 

Im Aargau leben derzeit ca. 675'000 Personen. Bis 2040 erwartet der Kanton eine Zunahme der Wohnbevölkerung von bis zu 30 %. Dieses Bevölkerungswachstum erhöht den Druck auf den Wald. Der Forstbetrieb Birretholz ist bestrebt, den Waldbesuchern einen möglichst schönen und erholsamen Aufenthalt im Wald zu bieten. Durch einen feinen Waldbau sind getätigte Eingriffe im Wald schon nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar. Auch die Waldstrassen und die weitere Erholungungsinfrastruktur sollen den Ansprüchen der Waldbesucher bestmöglich gerecht werden. 

Um eine möglichst effiziente und sichere Waldbewirtschaftung zu gewährleisten, sind wir auf das Verständnis der Waldbesucher angewiesen.

Lebensraum
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Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten

In Zeiten von Biodiversitätsverlust, intensiver Landwirtschaft und Klimaerwärmung erhält der Wald als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten einen immer grösseren Stellenwert. Mehr als 40 %, gut 25'000 der bei uns vorkommenden Arten, sind direkt oder indirekt auf den Wald als Lebensraum angewiesen. 

Die Waldeigentümer im Forstrevier Birretholz sind sich ihrer wichtigen Funktion bewusst und treffen laufend Massnahmen, um den Lebensraum Wald weiter aufzuwerten.

PfaffacherweiherFroschlaich in frisch aufgewerteten Pfaffacher-Weiher

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Naturschutz
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Naturschutz

Das Ökosystem Wald ist sehr komplex und vielschichtig aufgebaut. Es herrschen unzählige direkte oder indirekte Verbindungen zwischen den einzelnen Waldbewohnern. Der Wald bietet vielen Tier- und Insektenarten einen Lebensraum, in welchem sie Unterschlupf und Nahrung finden. Neben den häufig vorkommenden Pflanzenarten gibt es auch viele Arten, welche auf spezielle Standorte und Lebensbedingungen angewiesen sind. Der Forstbetrieb Birretholz ist bestrebt, diese grosse Artenvielfalt zu erhalten und weiter zu fördern.

 

Ausscheidung von Naturwaldreservaten und Altholzinseln

Auf diesen Flächen wird während mindestens fünfzig Jahren auf menschliche Eingriffe verzichtet. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere totholzliebende Arten finden hier einen geeigneten Lebensraum. Zudem sollen die Bäume in diesen Reservaten ihr natürliches Alter erreichen können. Dies ist im bewirtschafteten Wald selten der Fall.

Die Waldeigentümer des Forstbetriebes haben neben vielen kleineren Altholzinseln einige grössere Naturwaldreservate ausgeschieden. Dazu gehören das Reservat Chestenberg und das Naturwaldreservat Lothar im Waldgebiet Habsburg, in welchem die Bäume nach dem Orkan Lothar 1999 liegen gelassen wurden. 

Spezialreservate

Spezialreservate werden gezielt bewirtschaftet, um Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum zu bieten, welche im normalen Wirtschaftswald kaum vorkommen. So werden zum Beispiel Orchideenarten in lichten Föhrenwäldern an mageren, südausgerichteten Standorten gefördert. Mit Weihern und Feuchtstandorten werden Lebensräume für Tierarten geschaffen, welche auf das Wasser angewiesen sind. 

Waldränder werden, wo sinnvoll, stufig aufgebaut. Dieser Aufbau mit Krautsaum, Strauchschicht und dahinter folgender Baumschicht bietet vielen Arten unseres Ökosystems einen Lebensraum.

Im Forstbetrieb Birretholz werden viele Gebiete im Sinne des Naturschutzes und der Biodiversitätsförderung bewirtschaftet. Dazu gehören neben Weiteren das Eichenwaldreservat in Mellingen, die mageren Standorte in Holderbank oder die Weiher im Habsburgerwald, welche sich im Bundesinventar für Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung befinden.   

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